Facebook, bald auch im KinoWednesday, September 1. 2010
OMG! Oh my god! Ich bin schon so aufgeregt. In ein paar Wochen kommt endlich der Film über Facebook in die Kinos, Regie führt niemand Geringerer als David Fincher („Seven“, „Fight Club“). Im Thriller „The Social Network“ geht es um die turbulenten Anfangstage von Facebook, den milchbubigen Gründer Mark Zuckerberg und den Vorwurf, er habe die Idee des Freundschaftsportals geklaut. Nun spekulieren Medien, ob so ein Streifen erfolgreich sein kann. Interessieren sich die Leute für einen Film über eine Webseite? Natürlich tun sie das! Facebook ist eines der größten Medienphänomene und gehört für viele zum Alltag. In Wirklichkeit ist es ein Wunder, dass es nicht längst solche Filme gibt: Der rasante Aufstieg Googles, der Hype um Apple oder die Machtstrategien von Microsoft liefern genug Stoff für spannende Drehbücher. Im Vergleich zu diesen knallhart kalkulierenden Medienimperien wirken all die bleichen Vampire oder alternden Actionhelden, die über die Leinwand huschen, nur wie Memmen.
Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 35/10 veröffentlicht Offiziell besitze ich einen RottweilerWednesday, September 1. 2010 Zur Urlaubszeit steht man vor einem echten Dilemma: Einerseits möchte man auf Facebook frohlocken, dass man ins Ausland verreist und Wohnung, Arbeit und Alltag für einige Zeit zurücklässt. Andererseits könnte diese Information von bösen Menschen missbraucht werden. Etwa von Einbrechern. Die sind leider auch schon im 21. Jahrhundert angekommen und durchsuchen das Netz gezielt nach der nächsten Beute. Nur wir überreißen oft gar nicht, welche sensiblen Daten per Mausklick ins Web wandern. Wir verplappern uns oder laden Handyfotos mit sogenannten „Geotags“ hoch. Also jener Information, wo ein Foto geknipst wurde. Das lässt mitunter Rückschlüsse zu, an welchem Ort jemand wohnt. Der Geotag ist der beste Freund des Einbrechers. Meine Lösung: Geotagging am Smartphone ausschalten und Facebook ein bisschen anlügen. Zum Abschied könnte man schreiben: „Juhu, ich fahre jetzt an den Strand, alles ist eingepackt, nur mein bissiger Rottweiler bleibt in der Wohnung zurück!“Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 33/10 veröffentlicht. Bild: Flickr-User Moise Nicolae iPhone-User haben mehr SexWednesday, September 1. 2010 Eh klar, iPhone-User haben mehr Sex. Das behauptet zumindest die Singlebörse OKCupid. Die hat ihre Mitglieder befragt und herausgefunden, dass Besitzer eines iPhones mehr Sexpartner hatten als Besitzer eines BlackBerry oder Google-Android-Handys. Apple ist eben sexy und das strahlt auch auf seine Kunden ab. Oder umgekehrt: Wer Wert auf Design und gutes Aussehen legt, auf dessen Nachtkasterl liegt ein iPhone und in dessen Kiste ist mehr los. Ein 30-jähriger iPhone-Nutzer hatte bisher im Schnitt elf Sexpartner – Männer zehn, Frauen zwölf (hohoho). Dagegen wirken die Google-Telefonierer fast jungfräulich. Die haben nur sechs Menschen gepoppt. Aber wen wundert das? Die Google-Software ist etwas für richtige Nerds. Das sind Menschen, die auf Partys über „World of Warcraft“ reden und das mit Flirten verwechseln. Vielleicht gibt es aber noch einen anderen Grund, warum die Technikfreaks in der Statistik so schlecht aussteigen: All der Cybersex zählt halt nicht.Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 33/10 veröffentlicht. Bild: Flickr-User osde8info Google is watching youWednesday, September 1. 2010 Ich glaube, die Google-Leute leben längst in ihrer eigenen Welt. Die meinen tatsächlich, dass Glückseligkeit nur durch den totalen Datenstriptease erreicht werden kann. Google-Chef Eric Schmidt erklärte neulich, dass wir Internetuser viel durchsichtiger seien, als uns das bewusst wäre. „Wenn ich eure Nachrichten und eure Aufenthaltsorte ansehe und künstliche Intelligenz einsetze, kann ich vorhersagen, wohin ihr euch bewegen werdet“, sagte er. Nicht nur unser persönliches Verhalten, auch Verbrechen oder Krankheiten würden auf diese Weise vorhersehbar. Um Datenmissbrauch und Kriminelle abzuhalten, schlägt der Google-Chef allerdings keine Daten-Askese vor. Im Gegenteil: „Die einzige Art, damit umzugehen, ist echte Transparenz und keine Anonymität“, sagt Schmidt. Der Konzernchef wirft aber ein, dass die Menschen für diese technologische Revolution noch nicht bereit seien. Vollkommen richtig, Mr. Schmidt! Des einen Revolution ist nämlich des anderen Albtraum.Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 32/10 veröffentlicht. Bild: Flickr-User psd I'm a Barbie girl in a surveillance worldWednesday, August 11. 2010 In meiner Kindheit war die Welt noch einfach. Da bestand eine Barbie-Puppe aus Busen, Beinen und blonden Haaren. Heute reicht das nicht mehr. Jetzt wird die Barbie sogar zum Cyborg, der seine Umgebung ausspioniert. Im neuen Modell „Barbie Video Girl“ ist eine Videokamera eingebaut. In der Halskette der Puppe versteckt sich eine Linse, in ihrem Inneren ein Datenspeicher und viel Elektronik. So kann die Barbie 27 Minuten lang Videos aufzeichnen. Hersteller Mattel wirbt damit, dass sich „die Hochzeit mit Ken, die Cabriofahrt an den Strand oder der Ausritt mit Pferd Tawny für die Ewigkeit“ festhalten ließe. Die Idee ist, dass die Kinder die Welt aus den Augen ihrer Barbie sehen. Freilich gibt es für das Spielzeug noch ganz andere Einsatzmöglichkeiten: Damit können Eltern ihre Kinder ausspionieren. Oder man könnte die Barbie an alle möglichen Orte schmuggeln. Eine perfekte Taille und ein perfektes Überwachungsinstrument! Wow, ich glaube, diese Barbie will ich zu Weihnachten auch.Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 31/10 veröffentlicht. Bild: Mattel Apple ist das neue MicrosoftSunday, August 8. 2010 Hui, da hatte Microsoft noch einmal Glück! Entgegen aller Erwartungen legte der Konzern ein tolles Quartalsergebnis mit 4,5 Milliarden Dollar Gewinn vor. Damit bleibt Microsoft weiterhin die ertragreichste Computermarke der Welt. So richtig freuen können sich die Mitarbeiter in Redmond trotzdem nicht. Sie wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Apple die Nummer eins ist. Microsoft fehlen die zündenden Ideen, die sich auch in Geld umwandeln lassen. Aber hey, Kopf hoch, ihr Leute von Microsoft! Eine gute Nebenwirkung hat Apples Erfolg schon. Ihr seid längst nicht mehr das beliebteste Hassobjekt. Früher schimpften alle über euer instabiles Betriebssystem, jetzt regen sich alle über die Antennenprobleme des neuen iPhone auf. Wenn ihr Glück habt, werden wir in ein paar Jahren alle den Ärger über eure Produkte vergessen haben und reumütig in eure Arme zurückkehren. Ihr könnt uns dann mit eurem neuesten Betriebssystem Windows 2020 quä-, äh, beglücken.Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 30/10 veröffentlicht. Bild: Flickr-User akeg (Eric Schmuttenmaer) Nichts ist für die Ewigkeit, nicht einmal das iPhone!Sunday, August 8. 2010Es ist wie in der alten Schnulze: Tausendmal berührt, tausendmal ist nix passiert. Circa tausendmal ist mir mein iPhone auf den Boden gefallen, einmal sogar die Treppe hinunter. Und nix ist passiert. Jetzt war das tausendunderste Mal. Das Display ist kaputt. Nach der Konfrontation mit dem Asphalt ist es in etliche Einzelteile zersprungen, wie bei einer eingedroschenen Autoscheibe. Als ich den Schaden sah, ist mein Herz ebenfalls zersprungen. In tausend Einzelteile. Plötzlich lag mein ständiger Begleiter verletzt und entstellt am Boden. Tiefe Furchen ziehen sich seither durch sein einst so hübsches Antlitz. Schuld daran bin nur ich, die ich das Handy fallen gelassen habe. Warum hat eigentlich noch niemand über diesen Schmerz ein Lied geschrieben? Wie es sich anfühlt, wenn das geliebte Gerät kaputt wird? Ich hätte schon ein paar Titel parat: "Ich will nur mit dir (ins Internet)", "Sag, dass du noch eine E-Mail für mich hast". Und freilich als Coverversion "Tausendmal vibriert, tausendmal ist nix passiert." Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 29/10 veröffentlicht Kinder erklären die ZukunftSunday, August 8. 2010![]() Wie schaut die Technik der Zukunft aus? Toll wäre es zum Beispiel, Dinge am Bildschirm tatsächlich berühren und herumschieben zu können, seinen Laptop mit Sonnenenergie aufzuladen oder Computerspiele in 3D zu erleben. Nein, das sind nicht meine Ideen. Das haben sich ein paar Sechs- bis Zwölfjährige ausgedacht. Die Medienforscher von Latitude Research haben Kinder befragt, wie sich Computer und Internet weiterentwickeln könnten. Die Kids haben coole Ideen. Eine Zehnjährige plädiert dafür, dass ihr Computer eine Zeichnung in echtes Essen umwandeln können soll. Ein zwölfjähriger Bursche wollte, dass in Videospielen seine Gedanken gelesen werden. Viele Anregungen würden wohl auch älteren Usern gefallen. Intuitivere Steuerungen und praktischere Bedienoberflächen statt der faden Tastatur werden schon jetzt am Markt nachgefragt. Wahrscheinlich sind Kinder eben die besseren Erfinder. Jede Wette, dass im Keller von Apple längst eine Horde Volksschüler am nächsten iPhone arbeitet. Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 28/10 veröffentlicht. Foto: Flickr-User senov Ein Handy, das man nicht in der Hand halten sollteSunday, August 8. 2010 Na toll, Apple hat ein Handy entwickelt, mit dem man nicht telefonieren kann - zumindest, wenn man das Gerät falsch in der Hand hält. Bei einigen Usern tritt dieses Problem auf. Wenn sie ihr neues iPhone 4 mit den Fingern umschließen, haben sie plötzlich einen schlechten Empfang. Das allein ist zwar schon ärgerlich. Wirklich frech ist aber die öffentliche Reaktion darauf. Erst erklärte Apple, die User sollen ihr Handy anders anfassen, wenn das Problem auftauche. Jetzt meint der Konzern, dass kein Hardware-, sondern nur ein Softwarefehler bestünde. Dieser würde bald ausgemerzt. Ob die Lösung tatsächlich so einfach für Apple ist, wird sich zeigen. Sollten dem Unternehmen aber die Ausreden ausgehen, hätte ich ein paar Ideen: Nein, nicht unser Telefon ist kaputt, wir wollten nur die Face-to-Face-Kommunikation fördern. Wir können wirklich nichts dafür, über die gesamte Welt hat sich auf einmal ein Funkloch gelegt. Wenigstens weiß ich jetzt, woher das Wort veräppeln kommt.Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Dieser Text ist in Ausgabe 27/10 erschienen. Foto: Flickr-User Superstrikertwo Adidas und die dunkle Seite der MachtSunday, August 8. 2010![]() Das Coolste an Star Wars ist freilich der Todesstern. Jene riesige schwarze Weltraumkugel, mit der Darth Vader ganze Planeten vernichten kann. Jetzt kann man selbst ins schwarze Kostüm des Science-Fiction-Bösewichts schlüpfen und den Strahl des Todessterns abfeuern und zwar direkt auf die Erde. Adidas bewirbt derzeit seine Star-Wars-Schuhkollektion und hat dazu eine passende Online-Kampagne gestartet. Auf der Adidas-Webseite genügt ein Mausklick, um ganze Straßenzüge, zum Beispiel die Wiener Innenstadt, mit dem Todesstern auszuradieren. Damit die Zerstörung auch wirklich beeindruckend aussieht, verwendet das Unternehmen Satellitenbilder von Google Earth. Ich finde diese Zusammenarbeit von Adidas und Google bombastisch. Gemeinsam haben sich die zwei Unternehmen dem Imperium angeschlossen und arbeiten nun an der virtuellen Vernichtung unseres Planeten. Ich habe es ja schon immer gewusst: Solche großen Konzerne gehören alle der dunklen Seite der Macht an. Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 26/10 veröffentlicht. Das obige Bild zeigt einen Schuh aus der Adidas-Star-Wars-Kollektion. Credit: Adidas Minority Report sah die Zukunft vorausSunday, August 8. 2010Vor acht Jahren saß ich im Kino und staunte. Da sah ich Tom Cruise im Science-Fiction-Streifen Minority Report, er spielte einen Polizisten, der lauter futuristische Technologie einsetzte: Iriserkennung, computergesteuerte Autos, E-Paper. Am besten war aber jene Szene, in der Cruise mit ein paar Handbewegungen ein Video vor- und zurückspulte, die Aufnahme vergrößerte und drehte. Wow, so was will ich auch, dachten sich sicherlich alle. Jetzt gibt es diese Technologie tatsächlich. Microsoft präsentierte vergangene Woche sein neues Steuerungssystem Kinect. Dieses reagiert auf Gesten und Sprachkommandos des Benutzers. Mit ein bisschen Körpereinsatz kann man den Spielfilm zur Lieblingsszene vorspulen oder interaktive Videospiele im Wohnzimmer spielen. Die Fernsteuerung wird überflüssig. Minority Report lag goldrichtig, schrieb der Guardian, ich bin ebenfalls begeistert. Hoffentlich werden bald auch andere Science-Fiction-Filme wahr. Ich sage nur: Beam me up, Scotty! Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 24/10 veröffentlicht So wurde ich zum FußballgottFriday, June 11. 2010 Ich bin schon aufgewärmt für die Fußball-WM. Vergangene Woche habe ich mühevoll trainiert, stundenlang nur über die Wuchtel nachgedacht und etliche Tore geschossen. Natürlich nicht in echt, sondern auf der PlayStation 3. Auf der Spielkonsole bin ich eine Profikickerin. Wenn ich mich mit Freunden vor dem Fernseher duelliere, foult keiner so unerbittlich oder gaberlt so professionell wie ich. Ich bin halt ein Naturtalent, zumindest in meinem virtuellen Fußballuniversum. Mittlerweile ist auch der neue Fifa-Titel zur Weltmeisterschaft 2010 erhältlich. Der ist eine gute Einstimmung auf das Großevent: Man steuert die echten Mannschaften und kann die gesamte WM durchspielen. Das macht Spaß und ist pädagogisch wertvoll. Beim Videospielen habe ich mir nämlich alle Namen und Besonderheiten der Spieler eingeprägt. Alles, was ich über internationalen Fußball weiß, habe ich in Videospielen gelernt. Nur einen Nachteil hat das harte Training vor dem Fernseher: Meine armen Daumen sind schon ganz wund.Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 23/10 veröffentlicht. Bild: Electronic Arts Danke, diese Information hatte ich nicht gebraucht!Sunday, June 6. 2010Revolutionen anzetteln, Demos kundtun, wichtige Nachrichten verbreiten: All das kann man mit Twitter tun. Und dann kann man auch noch live aus dem Kino berichten. Das tat zumindest Woman-Chefredakteurin Euke Frank bei der „Sex and the City 2“-Premiere. Sie saß quasi als embedded journalist im Saal und berichtete, was auf der Leinwand geschah. „Die Mädels sind runzeliger – aber sehr chic!“, so die erste Meldung. Kurz darauf erfuhr die Online-Community von den Beziehungsproblemen der Hauptcharaktere. Bei Mr. Big und Carrie kriselte es und Frau Frank zwitscherte live mit: „Shit: Carrie hat fremdgeküsst! Das verzeihen wir ihr nie.“ Bis zum Abspann ist freilich alles wieder gut. „Cool! Mr. Big schenkt Carrie einen Ring statt sauer zu sein“, schrieb die Woman-Chefredakteurin. Das Gute an Twitter ist übrigens, dass man solchen Schwachsinn nicht lesen muss. Ich lese die Nachrichten von Frau Frank vorerst nicht mehr. Eines habe ich aber von ihr gelernt: Keine zehn Pferde bringen mich in diese Vorstellung. Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 22/10 veröffentlicht Wer mit vielen Menschen telefoniert, verdient besserSunday, June 6. 2010E-Mails lesen, Facebook updaten, Internetradio hören, Interviews aufzeichnen, den Fahrplan der Wiener Linien abrufen. Ich verwende mein Handy für alles Mögliche, aber selten zum Telefonieren. Das iPhone hat mich zum Datenjunkie gemacht. So wie mir geht es vielen anderen auch. In den USA werden Handys mittlerweile häufiger für mobile Datenübertragungen verwendet als für herkömmliche Anrufe, berichten amerikanische Mobilfunkunternehmen. Nichtsdestotrotz gibt es einen guten Grund, weiterhin fleißig zu telefonieren. Denn wer viele unterschiedliche Telefonkontakte pflegt, ist im Durchschnitt reicher. Das fanden englische Forscher heraus. Sie analysierten 220 Millionen Telefonnummern und zwölf Milliarden Anrufe. Dabei stellte sich heraus, dass Menschen mit etlichen sozialen Kontakten, die weit über das ganze Land verstreut sind, im Durchschnitt besser verdienen. So, ich rufe jetzt meine Tante Vroni in der Obersteiermark an. Man muss schließlich was für sein Einkommen tun. Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 21/10 veröffentlicht. Das obige Video zeigt Lady Gaga's Track "Telephone" Was hat Kommissar Rex mit dem Internet zu tun?Sunday, June 6. 2010 Mittlerweile lese ich keine Onlineforen mehr. Das ist schlecht für die Psychohygiene. Nur die Nicknames der User finde ich lustig. Im Webforum des Standard nennen sich Leute „Enteignet Dichand“ oder „trollvottel“. Auf FM4 tummeln sich „mischnimpossible“, „dumichauch“ und „tittietwister“. Da muss ich lachen. Ich weiß allerdings, dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht so kreativ ist. Es ist nämlich total verstörend, welche faden Bezeichnungen Menschen für ihre drahtlose Internetverbindung verwenden. Wer ein Funknetzwerk, also ein WLAN, einrichtet, wählt dafür üblicherweise einen öffentlich einsehbaren Namen. Viele Menschen taufen ihr WLAN offensichtlich nach dem Haustier. „Schnurli“, „Kater Karlo“ und „Rex“ sind mir schon untergekommen. Noch besser ist es allerdings, wenn der Name des Netzwerks gleich noch das Passwort verrät. Ein Nachbar von mir hatte einst das WLAN „beckham“. Neugierdehalber probierte ich „david“ als Passwort aus. Volltreffer! So ein Trollvottel.Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 20/10 veröffentlicht. Anmerkung: In der Druckversion habe ich versehentlich behauptet, dass man beim Anlegen eines WLANs einen öffentlich einsehbaren Namen wählen muss. Das stimmt freilich nicht, man kann sein WLAN auch geheimhalten. Die Digitalia wurde dementsprechend online adaptiert. Bild: Kommissar Rex
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