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“Die Suchmaschine wird entwertet”

Google muss unvorteilhafte Links löschen, sagt der Europäische Gerichtshof. Der Jurist Hans Peter Lehofer warnt nun vor privater Zensur

Von wüsten Beschimpfungen bis hin zu lächerlichen Partyfotos: Über die Google-Suche findet man über viele Menschen peinliches Material. Zumindest war das bisher der Fall. Der Europäische Gerichtshof führt ein “Recht auf Vergessen“ ein und erlaubt es nun EU-Bürgern, sensible persönliche Informationen aus den Suchergebnissen streichen zu lassen.

Klingt toll, das Urteil hilft aber nicht nur Mobbingopfern, sondern womöglich auch jenen, die in Korruptionsaffären verwickelt waren. Der Jurist Hans Peter Lehofer erklärt, was ihm an der neuen rechtlichen Lösung nicht behagt.

Falter: Herr Lehofer, der Europäische Gerichtshof hat nun entschieden, dass es ein Recht auf Vergessen gibt. Viele jubeln, warum sind Sie von dem Urteil nicht begeistert?

Hans Peter Lehofer: Moment, da muss man differenzieren: Der Jubel bezieht sich großteils darauf, dass der EuGH klarstellt, dass Google den europäischen Datenschutzvorschriften unterliegt. Das ist in der Tat zu begrüßen. Google kann sich nicht dem europäischen Recht entziehen, indem es sagt, die Suchmaschine werde in den USA betrieben, in Europa verkaufe man nur Werbung.

Genau, Google behauptete quasi, die Niederlassung in Spanien habe nichts mit der Suchmaschine zu tun, also gelte auch nicht der europäische Datenschutz.

Lehofer: Dieser Argumentation stimmt der EuGH nicht zu. Google Spanien und Google Incorporated in Kalifornien sind “untrennbar miteinander verbunden“, heißt es im Urteilsspruch – eine wichtige Klarstellung, auch was Firmen wie Facebook betrifft. Dieser Aspekt sorgte für viel Jubel. Aber der Rest des Urteils ist etwas umstrittener.

Was besagt das Urteil denn?

Lehofer: Personen können von Google und anderen Suchmaschinen verlangen, Links aus den Suchergebnissen zu löschen, wenn diese ein schutzwürdiges Interesse verletzen – also zum Beispiel, wenn diese Links zu Inhalten führen, die die eigene Privatsphäre verletzen. Das Spannende ist: Sogar wenn der Inhalt legal im Web steht, kann die Suchmaschine aufgefordert werden, den Link zu entfernen.

Das klingt kompliziert. Fällt Ihnen ein Fall ein?

Lehofer: Nehmen Sie den Anlassfall: Das Grundstück eines Spaniers ist vor 16 Jahren zwangsversteigert worden, die amtliche Anordnung dazu stand damals in der Zeitung und auch im Web. Googelte man diesen Spanier, fand man bisher den Text von damals. Es handelt sich um einen legalen Inhalt, der aber eine negative Information beinhaltet, schließlich ist eine Zwangsversteigerung nichts, worauf man stolz ist.

Es ist doch gut, wenn man solche peinlichen Erinnerungen aus der Vergangenheit wieder entfernen lassen kann. Oder?

Lehofer: Sicher. Nicht alles, was irgendwann im Netz landete, muss einen auf alle Ewigkeiten kompromittieren. Gegen ein Recht auf Vergessenwerden habe ich nichts. Das Schwierige ist aber: Wo ziehen wir die Grenze und wer entscheidet das genau? Der EuGH bürdet ausgerechnet Google und den anderen Suchmaschinen diese Last auf. Die entscheiden zuallererst, was sie im Rahmen des öffentlichen Interesses zugänglich lassen.

Als Bürger wende ich mich also nicht an ein Gericht oder eine Behörde, sondern direkt an Google?

Lehofer: Genau, in erster Instanz entscheidet Google. Und nur wenn Google Ihrem Ansuchen auf Löschung nicht zustimmt, können Sie sich an ein Gericht oder die Datenschutzbehörde wenden. Nun ist Google womöglich nicht sonderlich daran interessiert, jeden Fall besonders sorgfältig zu prüfen. Im Zweifelsfall sagen die vielleicht: Ob ich diesen einen Link beim Herrn Meier in den Suchergebnissen anführe oder nicht, ist auch schon egal.

Die Gefahr ist also, dass Google keine Scherereien will?

Lehofer: Ich bezweifle, dass sich Google vor Scherereien fürchtet, Google führt permanent Prozesse. Entscheidend ist vielmehr, wie teuer das Ganze wird. Wenn es jeden Löschantrag ernsthaft prüfen wollte, dann müsste es Heerscharen von Juristen und Juristinnen anstellen, die jeden Einzelfall prüfen. Übrigens glaube ich gar nicht, dass extrem viel Information aus dem Index gelöscht würde. Die Gefahr ist eher, dass ausgewählte Links verschwinden – ohne gleich den Teufel an die Wand zu malen, wirft das schon die Frage auf, ob die Informationsfreiheit eingeschränkt wird. Der Generalanwalt des EuGH, der sich ein anderes Urteil gewünscht hätte, fürchtet sogar private Zensur.

Inwiefern?

Lehofer: Denken Sie nur an die vielen Geschäftsbeziehungen, die im Rahmen des Korruptions-U-Ausschusses thematisiert wurden. Oder an die Information, wer wann mit wem jagen war. So etwas ist auf den ersten Blick nicht unbedingt von öffentlichem Interesse, aber es kann nachträglich sehr wohl relevant sein. Etwa wenn es um die Frage geht, wer wann mit der Republik Geschäfte gemacht hat. Sie als Redakteurin können zwar alte Artikel aus den journalistischen Archiven abrufen, das EuGH-Urteil erlaubt dies weiterhin, aber das erste Googeln und die Onlinerecherche werden womöglich schwieriger. Und die Suchmaschine wird als solche entwertet.

Sind auch die Onlinearchive der Zeitungen von dem EuGH-Urteil betroffen? Müssen die bald ebenfalls Links entfernen?

Lehofer: Wenn man das Urteil wirklich ernst nimmt, schon. Auch bei den Onlinearchiven kann man nach dem Namen einer Person suchen und erhält einen strukturierten Überblick. Folgt man dieser Logik, müsste der ursprüngliche Artikel nicht gelöscht werden, womöglich aber der Link dorthin. Nach einem gewissen Zeitablauf könnte die betroffene Person kommen und sagen: Ich bekleide kein politisches Amt mehr, ich habe eine neue Karriere gestartet, ich möchte, dass alle Links verschwinden.

Niko Pelinka, einst roter Stiftungsrat und Verbindungsmann im ORF, ließ neulich ein Bild von Wikipedia löschen. Man sah ihn mit einer roten Nelke am 1. Mai marschieren. Er schrieb, dieses Bild sei ein Problem für seinen Job in einer privaten Firma. Könnte Niko Pelinka als Nächstes seine gesamte politische Vergangenheit auf Google bereinigen?

Lehofer: Pauschal kann ich das nicht beantworten, aber es kann natürlich sein, dass diese einst zulässige Information irgendwann nicht mehr relevant ist und sein berufliches Fortkommen beeinträchtigt, sobald ihn jemand googelt. Also probieren könnte er es auf jeden Fall, das löschen zu lassen.

Ist das nicht Geschichtsfälschung? Immerhin war Pelinka eine wichtige politische Figur.

Lehofer: Nein, wenn Sie in den gedruckten Zeitungsarchiven blättern, finden Sie nach wie vor Artikel zu Niko Pelinka. Hier findet keine Geschichtsfälschung statt, sondern der Blick auf jemanden wird online aktualisiert. Der Jurist Viktor Mayer-Schönberger beschreibt in seinem Buch “Delete“, dass die menschliche Erinnerung mit der Zeit schwächer wird, und wünscht sich ein ähnliches Vergessen auch für die digitale Welt. In zehn Jahren werden sich viele nicht mehr erinnern, was Niko Pelinka einst tat. Wenn wir in der analogen Welt vieles vergessen, warum nicht auch in der digitalen? Nehmen wir an, Pelinka bewirbt sich in Deutschland um einen Vorstandsposten in einem neoliberalen Konzern, dann könnte ihm dieses Bild mit der roten Nelke auf dem Maiaufmarsch durchaus schaden.

Man könnte also sagen: Der EuGH erlaubt auch einen Neustart für Niko Pelinka?

Lehofer: Das ist zumindest denkbar. Ein Politiker, der derzeit in der ersten Reihe steht, kann natürlich nicht zu Google gehen und alle unliebsamen Links löschen lassen. Aber für Menschen in der zweiten Reihe oder Menschen, die sich neu orientieren wollen, besteht diese Chance nach einer gewissen Zeit. Ist das so schlecht?

Wenn ich Sie richtig verstehe, finden Sie es schlecht, dass Google das entscheiden soll.

Lehofer: Genau. Man kann vieles an diesem Urteil positiv sehen. Zum Beispiel dass es nun leichter ist, Dinge unauffindbar zu machen, die man früher kaum wegbekommen hätte, die aber jedenfalls illegal sind. Das hilft zum Beispiel Mobbingopfern, denen extrem übel mitgespielt wurde. Auch gibt es Mobbingwebsites, gegen die man fast nichts machen kann, weil sie in anderen Ländern gehostet werden. Ich will also mit meiner Kritik an dem EuGH-Urteil nicht übertreiben: Es ist überwiegend positiv, nur fehlt mir eine genauere Abwägung mit anderen Grundrechten, wo es um Links zu rechtmäßigen Inhalten geht. Aber vielleicht kann die geplante Datenschutzgrundverordnung das verbessern.

In der EU wird derzeit um eine Datenschutzgrundverordnung gerungen. Könnte die Ihre Bedenken beseitigen?

Lehofer: Das aktuelle EuGH-Urteil baut auf der Datenschutzrichtlinie aus dem Jahr 1995 auf, damals war das Internet ganz etwas Neues. Die geplante Datenschutzgrundverordnung bietet nun die Chance, genauer abzuwägen zwischen dem Recht auf Privatsphäre und dem Recht auf Informationsfreiheit.

 

Zur Person

Hans Peter Lehofer, 52, ist Jurist am Verwaltungsgerichtshof und lehrt an der WU Wien Telekomrecht. Er bloggt regelmäßig zu bedeutenden Urteilen unter blog.lehofer.at. In seinem Blogeintrag zu diesem Thema schreibt er etwa:

“Besonders spannend ist das natürlich für Personen, die sich erst anschicken, zur “public figure” zu werden: wer sich etwa Hoffnung auf eine politische Karriere macht, tut gut daran, sich noch vor den ersten Kandidaturen umfassend zu googeln und jede noch so belanglose Information möglichst entfernen zu lassen. Ist man dann einmal zur ‘public figure’ geworden, werden auch die politischen Gegner solche Sachen kaum mehr finden, denn es ist ja nicht zu erwarten, dass Google einmal entfernte Dinge wieder in den Index aufnimmt.”

 

Update: Wer selbst Suchergebnisse entfernen lassen will, kann dies von Google hier anfordern.

 

Dieses Interview erschien im Falter (21/14), das Foto von ihm machte Julia Fuchs. Die obige Illu stammt von PM Hoffmann. Nachbearbeiteter Screenshot: Google

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  • Mich würde interessieren, wie es dir in und nach den 2 Wochen gegangen ist.
    Aus dem Falter wissen ja alle, dass du dein Handy mit ins Bett nimmst ...

    • Gute Frage! Grundsätzlich war es angenehm, ich habe auf meinem iPhone den Mail-Account gelöscht, hatte gar nicht das Bedürfnis, all die eintreffenden Mails zu lesen. Doch dann habe ich selbst gegen mein Sabbatical verstoßen: Während der Feiertage hat sich bei mir etwas Privates ereignet und ich wollte meine Kollegen diesbezüglich verständigen. Nur was tun? Jeden einzelnen anrufen? An alle ein SMS? Mir schien E-Mail die beste Kommunikationsform und schließlich habe ich dann gemailt. So ganz habe ich mein Sabbatical also nicht eingehalten, aber trotzdem zwei Dinge gelernt: 1.) Es ist eine gute Idee, den Mail-Empfang am iPhone während des Urlaubs zu deaktivieren - das werde ich weiterhin machen. 2.) Ganz auf E-Mail zu verzichten, ist aber gar nicht so leicht, vor allem wenn man selbst einen großen Mitteilungsdrang hat. Mir ging eher das Mail-Versenden als das Mail-Empfangen ab...

      • OK. Das heißt ja wohl, dass du nur auf die Mails verzichtet hast. ;-)
        Musste den Artikel noch mal lesen, um das zu verstehen. Dass heißt, du hast dich nur auf das "normale" Urlaubslevel runtergesetzt. Ich dachte, du willst es OHNE Internet schaffen. Sprich: OHNE Mail, OHNE Surfen, OHNE Online-Spiele - OHNE Internet eben.
        Das hast du dir zu einfach gemacht, finde ich. Und dann nicht mal ganz eingehalten.

        Ingrid ich habe heute leider kein Foto für dich ...

        • Interessanter Einwand - aus meiner Sicht habe ich das weggelassen, was mich während des Urlaubs am meisten stört (eben, dass ich trotzdem ständig E-Mails checke). Aber wenn ich zwischendurch nach einem guten Lokal google oder online einen Routenplan suche, stört mich keine Sekunde lang. Im Gegenteil: Ich würde es als extreme Benachteiligung empfinden, wenn ich in meiner Freizeit darauf verzichten müsste.

          Natürlich kann man's auch so sehen, dass das nur ein Schmalspur-Sabbatical war. Den echten Offline-Test haben schon andere gemacht, zum Beispiel Alex Rühle für sein Buch "Ohne Netz". http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=33075&SESSID= Aber schauen wir mal, vielleicht wage ich mich doch noch über eine echte Auszeit drüber. Bisher verspüre ich jedenfalls nicht den Drang, das Internet gänzlich abzudrehen...

  • Da kommt also ein Gerät heraus, welches kleiner und leichter ist, doppelt so viel Prozessorleistung bietet, eine 9x schnellere Grafik, ein verbessertes Display, einen FullHD-Ausgang für externe Präsentationen und die Nachrüstung der viel bemängelten Kameras. Und das ist dann keine Innovation. Alright.

  • Ja, das ist eine Verbesserung, aber noch keine Innovation. Etwas anderes zu behaupten, ist echt gewagt.

  • Interessant, Danke für den Link! Diese komischen Geräusche hatten also einen Grund...

  • Aber mal ehrlich: Die Werbeeinnahmen im Netz sind viel zu gering. Sie reichen bisher nicht aus, um hochqualitative Recherche und Redigatur zu finanzieren.

    Und genau da liegt das Problem fuer

    Wir verabschieden uns vom traditionellen Journalismus und seinem Finanzierungsmodell, aber wir haben noch keine neue Lösung gefunden.

    Wenn sich Werbepreise fuer Online Ads den Offline Ads, also Zeitungsinseraten, annaehern wuerden, waere die ganze Geschichte auch ohne Paywall finanzierbar. Denn zieht man bei einer Zeitung die Druckkosten und die Lieferkosten ab, bleibt unterm Strich auch nichts mehr uebrig (oder noch weniger). Zwar wird von den Werbeagenturen immer mehr Geld vom offline ins online advertising verschoben, doch hat das in den letzten Jahren nicht den erhofften Preisanstieg gegeben. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass 15 Dollar pro User nur durch on page advertising praktisch nicht erreichbar sind. Selbst wenn die NYT pro 1000 aufgerufenen Seiten 10 Dollar bekommt (was derzeit eh nicht realistisch ist, eher 1/3 - 1/10 davon), muesste ein User 1500 Seiten pro Monat aufrufen um damit auf 15 Dollar zu kommen.

    Andererseits stellt sich die Frage wie lange es dauern wird um den Aufwand, der die Implementierung und Wartung einer Paywall mit sich bringt, mit Abos zu finanzieren.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt wo das in den naechsten Monaten/Jahren hinfuehren wird :-)

  • Danke für den spannenden Einblick in die Zahlen! Was ich mich frage: Ist es realistisch, dass sich die Onlinewerbepreise irgendwann den Offlinepreisen angleichen? In den letzten Jahren ist das ja leider nicht passiert.

    Im App-Store von Apple kommt übrigens ein neues Problem für die Zeitungshäuser hinzu: Da kassiert Apple 30 Prozent des Umsatzes ein, dazu gibt's auch wieder heftige Debatten (siehe zB http://www.tagesschau.de/wirtschaft/apple142.html).

    • Ist es realistisch, dass sich die Onlinewerbepreise irgendwann den Offlinepreisen angleichen?

      Darauf kann man natuerlich nicht pauschal mit ja oder nein antworten. Da erstens die Werbeformen sowohl offline als auch online zu verschieden sind. Wenn man online Werbung auf Zeitungsportalen mit Zeitungsanzeigen vergleicht, wuerde ich eher dazu tendieren und "nein" zu sagen. Unterm Strich wird wohl in den naechsten Jahren immer noch mehr mit Zeitungsanzeigen zu holen sein. Doch koennen gewisse Online Kampagnen natuerlich ueber den offline Preisen liegen. Wenn zB gezielt Werbung fuer eine gewisse Zielgruppe geschaltet wird ("nur die 25-35 jaehrigen, alleinstehenden Maenner mit Sportwagen") sind die Preise dementsprechend hoeher.

      Ich moechte auch noch anmerken, dass die Zahlen, die ich oben geschrieben haben nicht die wirklichen Zahlen der NYT sind. Es sind lediglich Schaetzungen aufgrund meiner Erfahrungen (beschaeftige mich seit 2001 mit Online Werbung und die Preise sind seither stetig gesunken - Ende 90er Jahre waren die Preise am ehesten mit Offline Preisen zu vergleichen). Darueber hinaus bin ich mir ziemlich sicher, dass die NYT bessere Preise fuer Online Kampagnen erzielt als irgendein 08/15 Blog. Trotzdem sind die Preise im Keller, auch wenn die NYT einen 50-fach hoeheren Preis bekommt :-)

      Zu apple: der von dir verlinkte Artikel ist leider etwas einseitig geschrieben. Kurz die Gegenseite: Das mit den 30% stimmt. Allerdings nur fuer "neue" Kunden, also Kunden, die ueber die App angeworben wurden. Es steht jedem Verlag frei, ausserhalb des App Stores Abos zu verkaufen (die dann natuerlich auch innerhalb der App genutzt werden koennen). Fuer solche Verkaeufe bekommen die Verlage dann 100%. So das Argument von Apple.

      Natuerlich sitzt der Dollar lockerer wenn man in der App ist, die Zahlungsdaten hinterlegt sind und man nur noch auf "abonnieren" druecken muss. Das weiss Apple natuerlich auch ...

  • Selbstredend gibt nichts dagegen zu sagen für die NYT zu zahlen. Vielleicht nur, dass wir in seltsamen medialen Zeiten leben, wenn eine Journalistin eine Art Rechtfertigung dafür postet. Es ist aber auch mehr als nur "für guten Journalismus" zahlen - es ist ein Commitment zur Marke, zum Medium und wahrscheinlich eine Art Freude über das implizite Bildungsversprechen einer Zeitung wie die New York Times. Und unterstreicht den Mangel an solchen Angeboten in Österreich. Was ein derartiges Commitment zu geben zur Zeit schwer macht, ist die schiere mediale Vielfalt am Bildschirm. Ein zunehmend diffuser gewordenes Angebot, die oft zitierte mediale Herausforderung. Tageszeitung lesen, Magazine rezipieren und sich dann um die Feeds kümmern. Welches Medium greife ich heraus, um es finanziell zu unterstützen? - NYT, SZ, NZZ, FAZ,...,....,....,....,.....,...,....,....,....,.....,,...,....,....,....,.....,,...,....,....,....,.....,,...,....,....,....,.....,,...,....,....,.Glückwunsch, wenn man hier klar sieht und für sich zu einer Entscheidung kommt. Unglücklich hingegen finde ich die Formulierung "guter Journalismus". Was das ist, ist stets persektiven-abhängig und kommt meist oberlehrerhaft herüber. Ob die Strasser-Aufdeckung etwa ein Beispiel für "guten Journalismus" ist, halte ich etwa für dikussionswürdig - Büros mieten, Politiker in Versuchung führen usw. Eine Top-Story allemal. Aber "guter Journalismus". Naja, für mich verwunderlich. Aber egal. Schönes Wochenende.

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